Die Flachgeschirrdreherei
Beim Formen von Tellern wird eine Scheibe der Porzellanmasse zwischen einer Gipsform und einer heheizten, rotierenden Stahlschablone ausgeformt. Dabei wird die Ansichtsseite des Tellers durch die Gipsform bestimmt, während die Stahlschablone die Rückseite des Tellers ausformt. Nach diesem Vorgang wird die Gipsform zusammen mit dem Artikel ca. 30 Minuten bei 60°C getrocknet. Danach kann der Teller von der Gipsform abgehoben werden. Die leere Gipsform wird dem Formgebungsvorgang wieder zugeführt, und dabei getrocknet, um wieder Feuchtigkeit aus der Porzellanmasse aufnehmen zu können.
Die Gipsformen haben allerdings eine begren- zte Lebensdauer. Bei Tellern, die mit einem Relief versehen sind, genügt die Oberfläche der Gipsform bereits nach 50 Zyklen nicht mehr den Anforderun- gen des Qualitäts- porzellans.

Bei Tellern, die nicht mit einem Relief versehen sind, kann die Gipsform ca. 120 mal überformt werden. Der Artikel selbst wird dann weiter intensiv getrocknet, was die Voraussetzung für den nun folgenden ersten Brand, den sogenannten Gühbrand ist.

Rohstoffe
Masseaufbereitung
Formgebung
Trocknung
Glühbrand
Glasieren
Glattbrand
Dekoration
Dekorbrand
Weitere Veredelung
Flachgeschirrdreherei Flachgeschirrpresserei Becherdreherei Druckgießerei Gießerei